Schulvorträge

Schulvorträge

Grundsätzlich ist jedes meiner Themen auch als Schulvortrag möglich. Die Vorträge sind für die Schüler auf 60min gekürzt, so dass 30min für Fragen und Diskussionen bleiben.  Für Grundschulen sind auch 45min Vorträge möglich.  Ausserdem stehen neben Infos zur Region auch Inhalte im Vordergrund, die gerade Kinder und Jugendliche interessieren.  Idealerweise finden die Vorträge in einer verdunkelbaren Aula oder Halle statt.  


Die Technik kann ich je nach Bedarf teilweise oder ganz stellen, d.h. Beamer, Tonanlage und Leinwand (3x2m, 4x3,5m, 6x4m). Möglich ist natürlich auch,  meinen Laptop mit der vorhanden Technik zu verbinden. Mit meinem Beamer sind Projektionen auf ggf. vorhandene Leinwände bis 9m Bildbreite möglich. Für den Aufbau in einer Halle benötige ich etwa zwei Stunden, wenn die Leinwand aufgebaut werden muss.  Ansonsten reichen ca. 30 - 45min Vorlauf.


Im Folgenden einige Schwerpunkte aus meinen Schulvorträgen:


Andalusien

Wie kommen zwei Nicht-Reiter zu Pferd durch die Sierras? Wie bewegt man einen Esel dazu über die Sierra Nevada zu laufen? Was machen Künstler in den Alpujarras? Wieso gibt es so viel maurisch-islamische Bauwerke in Andalusien? Wie unterscheidet sich die islamische Bauweise und Kunst von der christlichen?  Ausserdem bin ich bei der größten Wallfahrt Europas nach El Rocio dabei und bei den den Prozessionen der Karwoche, der Semana Santa, bin ich ebenso mitten im Geschehen.


Auf der Suche nach dem Glück im buddhistischen Asien

Was brauchen Menschen wirklich um glücklich zu sein? Wie unterscheiden sich die Ansichten von Buddhisten zu diesem Thema von unseren? Was ist Buddhisten wichtig und warum sagen sie, man solle sich nicht so viel wünschen? Und macht es uns glücklicher, wenn wir uns weniger wünschen? Was hat es mit dem Bruttosozialglück in Bhutan auf sich? Und wie viel Zeit sparen wir tatsächlich ein, wenn unsere Fahrzeuge schneller werden?


Gesichter Indiens

Was machen die heiligen Kühe den ganzen Tag? Und wieso leben so viele Kühe in Indiens Städten? Wie sieht Schule in Indien aus? Wie spielen Kinder in Indien? Wie viele Sprachen gibt es in Indien und warum gibt es so viele? Welche Religionen gibt es in Indien? Wieso sind die Menschen in Indien unterschiedlicher als in Europa? Und gibt es eigentlich die Tiere aus dem Dschungelbuch noch in Indien?


Die Azoren

Wie entstehen eigentlich Inseln? Und wie sind die Inseln der Azoren entstanden? Welche Rolle spielten dabei Vulkane? Wie lange dauert es, bis sich Leben auf neuen Inseln ansiedelt? Wie lebt es sich so mitten im Ozean? Wieso war Walfang einst so wichtig und welche Rolle spiele Walen und Delfine heute für die Azoren? Und warum sind die Fischer nicht glücklich über den Schutz der Delfine? Was machen die vielen Kühe auf den Inseln? 


Marokko

Nah an Europa und doch so weit weg. Mit einem alten Wohnmobil und zwei Kindern erleben wir den Sommer in Marokko. Die Fragen, die sich von alleine stellen: Wie heiß ist wirklich heiß? Hilft der ADAC auch in Marokko? Kann ein Landmaschinen-Mechaniker ein Wohnmobil reparieren? Wie unterscheidet sich das Leben im Hohen Atlas von dem in Deutschland? Wie spielen Kinder in Marokko? Ist die Wüste ein großer Sandkasten? 


Weitere Themen:

· Buddhistischer Himalaya

· Portugal und Madeira

· Kambodscha und Laos

· Sri Lanka – Paradies wieder gefunden?

· Franken Glück

zum Beispiel

Andalusien

Hoch zu Pferd

Da steht es nun. Unser Schulpferd auf dem wir reiten lernen wollen: Ein Berg von einem Pferd, hoch wie eine Mauer, Schultern wie ein Elefant, mindestens… Gibt´s hier kein kleineres Pferd? Irgendetwas von dem man nicht so weit runterfällt, vielleicht auch noch ein bißchen mit den Beinen an den Boden kommt? Nein, gibt es nicht! Für große Männer braucht man große Pferde!

Sollten wir unseren Plan, Andalusien nicht nur mit dem Auto sondern auch zu Pferd zu erkunden, nicht noch einmal überdenken? Was für eine Schnapsidee, wie Don Quichotte und Sancho Pansa durch die Lande zu ziehen. Zumal wir uns nicht mal einigen können, wer von uns nun der rundliche Sancho Pansa ist.

Zu spät , unsere Reitlehrerin auf der Rancho La Paz strahlt uns an: „Na wer traut sich?“ Natürlich trauen wir uns, wir trauen uns ja gar nicht, uns nicht zu trauen. Also rauf auf´s Pferd. Den Fuß in den Steigbügel, dann am Sattel irgendwie hochziehen, schon liege ich oben, Eleganz spielt im Moment keine Rolle. Bienvenido, der 28 jährige Wallach, steht ruhig wie ein Fels in der Brandung, den Kopf stur zum Ausgang der Reitbahn, in Richtung des seines Stalles, gewendet. Mit gutem Zureden bekomme ich ihn dazu eine Runde um die Bahn zu gehen, dann steht er wieder am Ausgang. Er fühlt sich offensichtlich nicht mehr dazu berufen in seinem Alter noch Anfäger durch die Bahn zu tragen. Nach jeder Runde die gleiche Diskussion. Dann die befürchtete Frage der Lehrerin, wie es mit einem Trab wäre. Aber klar doch! Bleibt noch Bienvenido davon zu überzeugen. Erst nach heftiger Diskussion setzt er sich kurz in Trab, ein paar Meter – bis er wieder am Ausgang steht. „Jetzt noch galoppieren!“, ruft die strahlende Lehrerin. Richtig, so ein Pferd kann ja noch schneller, aber wie bewege ich es dazu? Mein vorsichtiger Hinweis „Nun lauf mal schneller!“, wird von Bienvenido ignoriert. Zartes Treten in die Rippen bewirkt auch nichts. Erst die Gerte, die Ariane reicht, bewirkt eine Leistungsexplosion. Bienvenido sieht den Stock und galoppiert wie um sein Leben. Aber wo ist die Bremse? „Den Stock weg!“, kommt der rettende Hinweis von Ariane. Und richtig, kaum fliegt der Stock im Bogen davon, rammt Bienvenido seine Hufe in den Grund – und steht.

„Super gemacht“, meint die strahlende Reitlehrerin, „heute Nachmittag geht´s ins Gelände“. Na super…


Unterwegs mit Antonio - oder: 1 Esel,

2 Mann und 1 Hund


Genau, wie transportiert man einen Esel über die Sierra Nevada? Zugegeben, der Grundgedanke lautete: Wie bekommen wir unser Gepäck über die Sierra Nevada, das Zelt, die Verpflegung und was man sonst noch so in den Bergen braucht? In Spaniens Süden, in Andalusien, wo der Esel noch nicht gänzlich zu den ausgestorbenen Spezies gehört, mit einem Esel zu wandern, das bietet sich doch geradezu an. Doch wo bekommt man in Granada einen Esel? "Ola senor, donde hay un burro?" (Verzeihung mein Herr, wo gibt es hier einen Esel?), so einfach geht es leider nicht, nicht wenn man sich in einer Großstadt befindet. Bei allem Charme, den Granada sich bewahrt hat, wir befinden uns hier auf keinem Bauernhof. Doch unser Freund Raffael weiß Abhilfe: Antonio, der Hufschmied, hat in seinem Stall Pferde, Mulos - und Esel. Kaum sehen wir seine Esel steht es fest: nicht ohne unseren Esel. Der mit dem langen weißen Fell, wäre der nicht traumhaft? Leider zu alt und nicht recht in Form. Oder die zwei kleinen mit den Flauschohren und dem verträumten Blick? Doch noch etwas zu schwach auf den Beinen. Oder der, der mit seinen dunklen Punkten von hinten fast so schnittig wie ein Leopard aussieht? Genau der ist es, groß genug und stark genug, um notfalls sogar uns zu tragen. Der Preis? Schwamm drüber, wir sind schließlich keine geborenen Pferdehändler, wohingegen Antonio sicherlich in der 10.ten Generation …


Die wichtigste Lektion bekommen wir vor dem Abmarsch: Wieviel Verpflegung braucht ein Esel am Tag? 3 Kilo Hafer und 10 - 15 Liter Wasser! Also nehmen wir 20 kg Hafer mit als kleinen Reiseproviant für unterwegs - und lernen: Angaben über den Verbrauch sind nicht nur bei Gebrauchtwagenhändlern als unzuverlässig anzusehen. Wobei unser Eselchen - wir nennen es dem Hufschmied zu Ehren, und weil der Name so gut paßt, Antonio - die Ausnahme im Verbrauch nach unten ist. Von wegen Hafer, wo es unterwegs das schönste Grünfutter gibt. Damit schmeißt er auch gleich alle Erziehungspläne von Matthias über den Haufen. Jeden Morgen vor dem Start, so seine Hoffnung, eine Hand voll Hafer für den Esel, und schon folgt er uns willig. Zwar folgt er uns auch so, aber von willig kann keine Rede sein. Wir fühlen uns wie der Esel-Abschleppdienst: Einer zieht und einer schiebt.

So geht es hinauf in Richtung des Naturparks Sierra Nevada. Zurück bleibt die Stadt, ihre Gassen und die Alhambra. Auf diesem Weg könnte Boabdil, der letzte maurische Herrscher nach Süden gewandert sein, als er sich das letzte mal zu seinem Kleinod umwandte und seufzte, was angeblich auf dem danach benannten Höhenzug, dem Suspiro del Moro, dem "Seufzer des Mauren", geschah, worauf ihn seine Schwiegermutter anfuhr, er solle nicht weinen wie ein Weib, wenn er nicht kämpfen könne wie ein Mann.

Doch kaum, gewinnen wir an Höhe, wird unsere Aufmerksamkeit abgelenkt. Ein Hund hat sich uns Dreien angeschlossen, ein nicht allzu großer, wohl noch recht junger Schäferhund, der schön und gepflegt wirkt, aber offensichtlich herrenlos ist. Als wir ihn nicht gleich verjagen, steht sein Entschluß fest: das ist die richtige Familie für mich. Allzulange kann er noch nicht umherstreunen, jedenfalls ist er bestens erzogen und hört beinahe aufs Wort. Eine Erfahrung, die Matthias fast sprachlos macht, solches ist er von seinem Hund nicht gewöhnt.

Matthias beginnt an der nächsten Telefonzelle - Tage später, die Sierra Nevada ist nur notdürftig mit Telefonen ausgestattet - mit der telefonischen Suche nach Ersatzeltern für den Hund. Doch die Umfrage bei unseren spanischen Bekannten ist ernüchternd. Die Aussichten, ein Zuhause für den Hund zu finden, sind denkbar gering. Für gewöhnlich bleibt für streunende Hunde nur die Spritze. Auf die Versorgung eines Hundes sind wir auch nicht recht eingestellt. Einerseits sind wir erleichtert, als wir feststellen, daß der Hund Zwieback und Müsli ißt, andererseits stellt sich die Frage: Was essen wir?

All das und noch viele ungestellte Fragen um Vierbeiner (Pferde) und Zweibeiner (Andalusier), einen Hund und die Schönheiten Andalusiens beantwortet Kay Maeritz im Vortrag Andalusien - Spaniens sinnlicher Süden.